Wenn man die alten Fotoalben von früher durchwälzt, ist man schon erstaunt, wie nicht nur die Menschen, sondern auch die vertraute Umgebung sich verändert haben. Angefangen von der 80er Jahre Couch im Wohnzimmer über den Balkon, der mittlerweile ein Wintergarten ist, bishin zu den Bäumen im Hintergrund, die einem Lebensmitteldiscounter Platz machen mussten. Es ist daher nicht schlecht sich die alten Zeiten wieder ins Leben zu rufen. Dear Photograph ruft dazu auf sich alte Bilder rauszusuchen, diese in die gleiche Umgebung zu setzen, wie sie damals abgebildet wurden und von dieser Kombination ein erneutes Foto zu machen. Durch die Platzierung der Bilder in den heutigen Kontext bekommen sie erst recht eine richtige Geschichte. Hier sind einige Beispiel von der Seite. Ob es 9/11 war, das Elternhaus noch als Baustelle gab oder die Kindheit im Garten genossen wurde, auf der Seite ist eine kleine Sammlung zusammengekommen, wo es sich lohnt mal reinzuschauen. Für Nostalgiker ein perfektes Projekt. 



Die Kombination aus einem tollen Ehepaar und seinem sympathischen Freundeskreis machte diese Hochzeit zu einem besonderen Erlebnis. Es war schön mit anzusehen, wie Trauzeugen und langjährige Freunde im Hintergrund die Strippen gezogen haben, um diesen Tag für Eva und Kamil unvergesslich zu machen. Es gab einen straffen Zeitplan, da beide die standesamtliche und kirchliche Trauung an einem Tag vollzogen haben. Wie man auf den Bildern sehen kann, machen sich beide sehr gut vor der Kamera. Besonders Eva brauchte sich nicht mit ihren fotogenen Kulleraugen zu verstecken, da schon allein diese uns eine Freude bereitet hatten zu fotografieren.
Auf diesem Wege wollten Ela und ich uns nochmals für das Vertrauen bedanken diese Hochzeit begleiten und dokumentieren zu können. Danke vor allem an Sel, Stine, Johnny und Markus.
Jedes Jahr sind wir mit der Firma ein Wochenende unterwegs. Diesmal sind wir ins Oberbergische Wipperfürth gefahren um in der hügeligen Landschaft Seifenkisten zu bauen und ein Rennen zu fahren. So wie man das aus dem Fernsehen kennt: mit Stichsäge und Akkubohrer für die Karosserie und Folien für das Design. Die ganze Umgebung hat mich an meine Studienzeit in dem nahgelegenem Gummersbach erinnert. Ruhig, landschaftlich und natürlich bergisch. Um zum Campus zu gelangen, musste man auch einen Berg erklimmen, wenn man unglücklicherweise den Bus verpasst hatte. Die Objekte am Himmel sind ferngesteuerte Flugzeuge, die teilweise mit einem Affentempo durch die Lüfte geschossen sind.

Für diese Aufnahmen brauchte man nur einen Raum mit etwas Platz nach hinten, ein wenig Zeit für das Schminken und eine stinknormale Gardine. Wir wollten einen gewissen Look schaffen, indem wir nur eine Lichtquelle nutzten. Jedoch war der Lichtformer für die ursprüngliche Idee zu ungeeignet. Es sollten härtere Schatten entstehen, damit die Kontur des Gesichts hervorgehoben wird. Der nackte entfesselte Systemblitz war hierfür viel zu stark und der Reflektorschirm zu weich. Also sind wir vom Plan abgewichen und haben versucht die Stärken der uns gegebenen Mitteln zu nutzen.
Neuerdings soll das neue Planking ja Horsemaning sein. Nachdem einige Bilder im Netz herumgingen, musste ich das natürlich auch mal probieren. Es sorgt sicherlich schon für mehr Heiterkeit als ein stupides Brett in menschlicher Gestalt in der Landschaft. Mal schauen, welchen Trend die Internetgemeinde als nächstes setzt. Oder noch besser, vielleicht können wir ja einen selber setzen?! … Danke Annie, dass ich deinen Kopf ausleihen durfte. 